Nudower Teiche
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Nudower Teiche
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© Sisa
Rast
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Nudower Teiche
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Schloß Gütergotz
© Cornell Paasche
Die RainbowHikers waren wandern:
Brandenburg (PM) – Von Saarmund nach Stahnsdorf
Die Tour war am 15. Februar 2026
Wanderleiter: Cornell Paasche

Der Link zur Tour bei Komoot.

Wanderstrecke: etwa 16,4 Kilometer

Die GPX-Datei herunterladen.

Teilnehmer inkl. WL: 9 und Hund Yeti

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Die heutige RainbowHikers-Gruppenwanderung musste zweimal witterungsbedingt wegen vereisten Wegen verschoben werden, da die Sicherheit der Teilnehmer nicht garantiert werden konnte. Während der Vorwanderung wurde noch überlegt, die Tour erneut zu verschieben, da auf vielen Wegen riesengroße Pfützen und die Wege teils schlammig waren. Aber zumindest kannten wir den Zustand der Wege und so fand diese Tour statt. Das Wetter war ziemlich perfekt. Die großen Pfützen waren weg, kleinere Reste wieder gefroren und wir hatten blauen Himmel und Sonnenschein. Und so zog es nicht nur uns auf die Strecke, sondern in der Parforceheide bei Güterfelde trafen wir auf viele Spaziergänger und Gassigeher.

Diese Wanderung führt durch die Gemeinden Nuthetal und Stahnsdorf im Brandenburger Landkreis Potsdam-Mittelmark.

Wir starten gegen 10:45 Uhr am Bahnhof Saarmund und begeben uns entlang der Bahnstrecke zur Kreisstraße K6904, auf der es bis über die nächste Einmündung hinweg geht. Nun folgen wir dem Weg entlang des Grützegrabens und dem Radweg entlang der Landesstraße L77, bevor wir zu den Nudower Teichen abbiegen, von denen wir einen Teil umrunden.

>>>Die Nudower Teiche sind ehemalige Kiesgruben und werden heute als Bade- und Angelgewässer genutzt. Zum Baden soll sich jedoch nur einer der Seen eignen. Hier soll es Blutegel geben. Der nördliche Teil des Sees war Drehort der Netflix-Serie „Dark“.<<<

Nach Verlassen der Nudower Teiche kreuzen wir die Landesstraße L77 und begeben uns in und durch den FriedWald Nuthetal-Parforceheide, den wir über die Landesstraße L79 hinweg wieder verlassen.

>>>Der FriedWald Nuthetal Parforceheide wurde am 30.03.2012 eröffnet und hat eine Fläche von 29 Hektar.
Dieser FriedWald-Standort steht für 99 Jahre nach Eröffnung als Friedhof zur Verfügung. Das bedeutet bis zum 31. Dezember 2111.<<<

>>>Die Parforceheide ist eines der letzten größeren zusammenhängenden Waldgebiete in der Metropolregion Berlin-Brandenburg. Obwohl in Brandenburg gelegen, befindet sich ein Teil des Waldes im Eigentum des Landes Berlin. Die Grundlage hierfür schuf der Dauerwaldvertrag oder auch Jahrhundertvertrag von 1915. Ein rund 2350 Hektar umfassendes Gebiet ist seit 1997 als Landschaftsschutzgebiet Parforceheide ausgewiesen.
Der Name geht auf Parforcejagden zurück, für die König Friedrich Wilhelm I. 1730 im Wald das Jagdschloss Stern errichten ließ.
Die Parforcejagd (französisch par force ‚mit Gewalt‘) ist eine Hetzjagd, bei der die jagende Hundemeute zu Pferd begleitet wird. Sie war bereits den Kelten bekannt und erfreute sich insbesondere im 17. und 18. Jahrhundert an den europäischen Fürstenhäusern großer Beliebtheit.<<<

Der Weg, auf dem wir uns nun in der Parforceheide befinden, heißt Breites Gestell. Hier befindet sich die Historische Meßstrecke von 1913 und am Rand befindet sich der Saupfuhl.

>>>Diese Historische Meßstrecke wurde von Prof. Vogler speziell dafür angelegt, um durch Feinnivellements hoher Genauigkeit Veränderungen des Erdkörpers feststellen zu können. Entlang des Weges wurden zwischen einem nördlichen und südlichen Abschluss der Strecke jeweils zwei Obelisken (auf beiden Seiten des Breiten Gestells jeweils einer) sowie östlich und westlich des Weges fünf weitere Granit-Obelisken aufgestellt. An den Obelisken befinden sich Höhenmarken, die mit dem Schiebekathetometer einnivelliert wurden.<<<
Quelle: https://www.komoot.com/de-de/highlight/207864

Kurz nach dem nördlichen Abschluss der Historischen Meßstrecke biegen wir in östliche Richtung ab und nähern uns stetig dem Güterfelder Haussee. Bevor wir auf den See treffen, legen wir an einem Rastplatz eine Pause ein. Anschließend umrunden wir den nördlichen Teil des Güterfelder Haussees und begeben uns in Güterfelde zum kleinen Schlosspark und dem Schloss Güterfelde (Gütergotz). Wir umrunden das Schloss und sehen auch das 1952 entstandene Lehmhaus. Vor dem Schloss machen wir unsere Gruppenfotos.

>>>Güterfelde hieß bis 1937 Gütergotz und ist ein Straßenangerdorf. Am 20. Oktober 1937 wurde Gütergotz im Rahmen der nationalsozialistischen Germanisierung slawischstämmiger Ortsnamen in „Güterfelde“ umbenannt.
Es befindet sich an einer alten, von Leipzig kommenden Handelsstraße, die über den Anger durch den kleinen Ort weiter über Stahnsdorf nach Berlin-Spandau führte.
Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 1263 als Jutergotz. Der Name ist von einer polabischen Grundform Jutrogošč (Ort eines Jutrogost) abzuleiten = Morgen und gast o. gotz. Seit 31.12.2001 gehört Güterfelde zur Gemeinde Stahnsdorf.<<<

>>>Schloss Güterfelde (Gütergotz) wurde 1803 bis 1804 nach Plan von David Gilly erbaut und in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts umgestaltet.
August Friedrich Grothe-Buckow (1753–1815), Leiter der staatlichen Lotterien im Königreich Preußen, tauschte 1803 seine Ländereien in Rudow für Gütergotz ein. Auf seinem neuen Besitz ließ der Patronatsherr bis 1804 nach Plänen des Architekten David Gilly ein Schloss mit Park und Gutshof errichten. Nach mehreren Besitzerwechseln kam das Schloss 1868 an den preußischen Kriegsminister Albrecht von Roon, der es in Anlehnung an die Sommerfrische der wohlhabenden Römer als sein „Brandenburgisches Tusculum“ bezeichnete. Da das Anwesen über die Jahrzehnte verwahrlost war, waren umfangreiche Umbaumaßnahmen nötig. Die Fassaden des Schlosses wurden nach Plan eines unbekannten Architekten im Stil der französischen Neorenaissance umgestaltet. 1873 veräußerte von Roon sein Schloss an den Bankier Gerson von Bleichröder. Dieser leitete alsbald eine Neugestaltung des Herrenhauses in Formen der französischen, deutschen und italienischen Neorenaissance in die Wege. Den Park gestaltete der königliche Oberhofgärtner Theodor II. Nietner um. Nach von Bleichröders Tod wechselte Schloss Gütergotz erneut den Besitzer.
1894 richtete die Invaliditäts- und Altersversicherungsanstalt Berlin hier ein Sanatorium für Lungenkranke ein.
Nachdem es ab 1927 als Stabsquartier der Reichswehr gedient hatte, nutzte es ab 1933 die Sturmabteilung (SA) als Ausbildungsstätte.
Die Sowjetarmee übergab das Gebäude 1952 als Volkseigentum an die DDR, die dort ein Seniorenheim einrichtete. Im selben Jahr erprobte die Bauakademie der DDR im früheren Schlosspark die Möglichkeiten der Lehmstampfbauweise. Im Rahmen dieses Projekts entstand der so genannte Lehmbau.
Von 2012 bis 2014 wurden das Schloss und der zugehörige Lehmbau von 1952 zur Eigentumswohnanlage „Château de Roon“ umgebaut.<<<

Am Kirchplatz führt unser Weg an der Dorfkirche Güterfelde vorbei. Diese evangelische Kirche wurde als rechteckiger Feldsteinbau mit Apsis und westlichem Breitturm in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts errichtet und in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verändert.

Über Berliner und Feldstraße erreichen wir die Fußgängerbrücke Seematenweg, die über die Landesstraße L40 führt. Auf der anderen Seite folgend wir dem Seematenweg bis nach Stahnsdorf hinein. Wir treffen auf die Heidestraße, die uns an einer Mitfahrbank am Heideplatz vorbeiführt und auf die Potsdamer Allee trifft. Wir begeben uns zum ehemaligen S-Bahnhof Stahnsdorf, dem Endpunkt der Friedhofsbahn, gegenüber dem Haupteingang zum Südwestkirchhof.

>>>Die Friedhofsbahn war eine eingleisige Hauptbahn und führte vom Bahnhof Berlin-Wannsee über Dreilinden zum Bahnhof Stahnsdorf und diente vor allem zur Anbindung des Südwestkirchhofs. Sie wurde 1913 eröffnet und war von Beginn an in das Berliner Netz integriert. 1928 wurde die Strecke im Rahmen der „Großen Stadtbahn-Elektrisierung“ mit Gleichstrom und Stromzuführung über seitliche Stromschiene elektrifiziert. 1945 bis 1948 war die Strecke infolge der Sprengung der Teltowkanalbrücke betrieblich unterbrochen und mit dem Mauerbau am 13. August 1961 stellte die Deutsche Reichsbahn den Verkehr komplett ein.<<<

Wir entscheiden uns hier, ins Tick-Tack Café und Restaurant einzukehren, bevor wir die Tour fortsetzen. Im Inneren stehen oder hängen überall alte Uhren jeglicher Form, die man käuflich erwerben kann.

Nach der Stärkung begeben wir uns auf die letzten zwei Kilometer durch Stahnsdorf und beenden unsere Wanderung an den Bushaltestellen „Stahnsdorf, Waldschänke“.

Wenn nicht anders genannt, ist die Quelle für alle hier genannten Informationen: https://de.wikipedia.org/

Hier die Aufzeichnung der Vorwanderung
https://www.komoot.com/de-de/tour/2782590437

Hier die Aufzeichnungen einiger Teilnehmer
Heiner: https://www.komoot.com/de-de/tour/2786767620
joklhe: https://www.komoot.com/de-de/tour/2786431468
Michael B.: https://www.komoot.com/de-de/tour/2786703648
Tschaika: https://www.komoot.com/de-de/tour/2786454738
Cornell Paasche: https://www.komoot.com/de-de/tour/2790680372